Klienten-/Patienten Information

SYSTEMISCH-INTEGRATIVE THERAPIE (SYIN)
- Heilungswege für Körper, Seele und Geist -

Wenn wir sinnvoller Weise davon ausgehen, dass Menschen nicht biologische Körpermaschinen sind, sondern komplexe integrale Wesen aus „Fleisch und Blut“,Gemüt, Seele und Geist, dann ist jedes Problem, dass dieses komplexe Körper-Energie-Geist-Seele-Wesen durchlebt, gleichermaßen ein Problem für den Körper, die Seele und den Geist. Ein körperliches Symptom weist auf die Seele wie den Geist, ein seelisches Symptom kann sich körperlich manifestieren, auch im Denken wurzeln…oder umgekehrt dieses beeinflussen. 

Mehr als 27 Jahre Erfahrung mit systemischer Aufstellungsarbeit haben mir darüber hinaus gezeigt, dass selbst diese integrale Betrachtungsweise nicht „ganzheitlich“ genug ist für eine umfassende Heilungsarbeit.
Das individuelle Körper-Seele-Geist Wesen erscheint selbst als Teilaspekt einer größeren Seeleneinheit, eines Systems, dessen Zusammenhalt über Bindungskräfte und unbewusster Bindungsliebe („Blutsbande“) gewährleistet wird. Alle Angehörigen (Systemmitglieder) sind in fortwährenden Wirkungszusammenhängen miteinander verbunden, oder in anderen Worten, sie wirken aufeinander ohne jedes bewusste Zutun der Einzelnen.
Was dieses Körper-Seele-Geist-Familien-(System-) Wesen noch umfassender macht ist, dass nicht nur die Verwandten und Systemmitglieder auf uns Einzelne wirken, die wir persönlich kennen, und die noch leben, sondern auch solche Wirkungen uns erreichen, die von denen ausgehen, (erzeugt wurden), die wir nicht kennen und die Generationen vor uns schon gestorben sind.

Durch diese Einsichten wird das Betrachten der menschlichen individuellen Psyche völlig verändert. Wir sind plötzlich mit der Tatsache konfrontiert, dass manche Gefühle, psychische oder körperliche Zustände und geistige Muster oft gar nicht unsere eigenen sind, wir diese vielmehr nur ausdrücken, beziehungsweise wie in Trance fremde Schicksale leben oder uns in den Dienst genommen finden, für etwas Unerledigtes im System, das Generationen zurückliegen mag.
Vor solchen Wirkungsgefügen sind nun alle Therapien / Psychotherapien, vor allem die, die sich besonders „wissenschaftlich“ gebärden, überfordert.
Phänomenologisch-Systemische Arbeit dagegen, beginnt hier mit ihrer segensreichen Heilungs- und Unterstützungsarbeit.

Ein Beispiel: Ein Mann, der sich nur erbärmliche Lebensumstände gönnt, körperlich und beruflich gerade so am Leben bleibt, erlebt eine schlagartige Erlösung aus diesen Zuständen, wenn er der (systemischen) Identifikation gewahr wird mit den KZ-Sträflingen, aus deren Elend sein Großvater als deren Bewacher Vorteil gezogen hat (ohne dass jemand davon in der Familie wusste). Das gelingt, wenn er über das Sehen und Würdigen ihres Schicksal, sein Schicksal, von dem ihrigen zu trennen vermag. Aber, was nicht selten ist, vielleicht repräsentiert unser Klient/Patient sogar gleichzeitig den Täter (Großvater) d.h. dessen verdeckte Schuld und Notwendigkeit zur Sühne, und landet dergestalt doppelt als Opfer und Täter belastet in der Psychiatrie, diagnostiziert als schizophren. Auch hier kennen wir das Verfahren in der Aufstellungsarbeit, das unserem Klienten/Patienten hilft: Das in unbewusster Bindungsliebe vom Großvater Übernommene, als Liebe zu erkennen, als der geliebten Person zugehörig. Es gilt auch hier das Übernommene vom eigenen Schicksal zu trennen und die Verantwortung dorthin zurückzugeben wohin sie gehört.
Eine gekonnte systemische Aufstellungsarbeit kann auch in einem solchen Fall nachhaltige (Er-) Lösung bringen.
Allerdings stößt die systemische Lösungsarbeit öfters an Bereiche und in Bereiche, die nicht unmittelbar systemisch sind, wie Psychotraumata (oft aber verkoppelt mit Systemtraumata sind), sowie perinatale Störungen und besondere Vorgänge (wie sie durch verschwundene Zwillinge hervorgerufen werden…) für die wertvolle Elemente anderer Therapieformen in geeigneter Weise in die systemische Arbeit integriert werden können.

Zum Beispiel:
Ein Lösungsprozess für eine Person, die sich nicht wirklich Lebens berechtigt und ausgeschlossen fühlt, mag zunächst als Aufstellungsarbeit beginnen und sagen wir, zu einem Verstorbenen, ausgegrenzten / unerwünschten Geschwister der Mutter führen, mit dem der Klient oder eine Patientin sich als tief verbunden zeigt. Unversehens im Prozess gleitet der Patient / Klientin (oder Stellvertreter) in einen regressiven Zustand, der, in Verbindung mit anderen Indikatoren, auf den eigenen Geburtsvorgang hinweist.

Hier ist z.B. Trancearbeit in Kombination mit einem Rebirthing - Prozess angezeigt.
Mit solchen Verfahren kann es gelingen, Traumata, die während Schwangerschaft und Geburtsprozess entstehen, aufzulösen, zumindest einen gewichtigen ersten Schritt zu deren Auflösung zu bewerkstelligen. Damit kann rückwirkend auf den Fortgang des systemischen Lösungsprozesses in guter Weise eingewirkt werden.

Es kann sich nämlich durchaus zeigen, dass die Identifikation unserer Beispielklientin/ Patientin mit dem ungewollten und ausgeschlossenen / beseitigten Kind (Geschwister der Mutter) dazu geführt hat, dass der Zwilling, der gleichzeitig im Mutterbauch angelegt war, gleichsam weggezogen wurde, hingezogen zum früher gestorbenen Kind (Geschwister d. M.).

Wir erleben hier nicht nur oft ein herzzerreißendes pränatales Trennungsdrama, sondern oft auch eine Art Identitätsaustausch zwischen den Zwillingen (Mehrlingen). Der Stellvertreter des Verstorbenen fühlt sich quicklebendig, der Überlebende fühlt sich eher abgestorben und tot. Erst wenn diese hypnoseartig erscheinende Vertauschung aufgelöst ist, gelingt es, die gleichzeitige systemische Identifikation mit dem verstorbenen Geschwister der Mutter aufzulösen (zuvor zeigte sich der Klient/ die Patientin wenig beeindruckt von den Versuchen des Aufstellers die Repräsentation des Schicksals des verstorbenen /ausgeschlossenen Kindes loszulassen.)

Nicht alle Prozesse sind freilich so tief und dramatisch, wie der hier skizzierte; nicht immer bedarf es großartiger Ergänzungen aus anderen Methoden. Doch es gibt viele kleine Helfer, die gute Dienste tun können, wie etwa eine Anleihe aus der Gestalttherapie, die man ggf. mit in die Aufstellung nehmen kann und einen „Pillow-Talk“ mit dem inneren Kind (vor der Mutter) zu führen.·

Die Beispiele können m. E. ausreichend verdeutlichen, wie die weitreichenden systemischen Heilungsstrategien, durch Integration wertvoller Elemente aus anderen therapeutischen Ansätzen erweitert, vertieft und wirksam ins Ziel geführt werden können.
Das ist das Wesen des Konzepts der Systemisch Integrativen Therapie (SYIN), wie sie von Heinz Stark praktiziert und weiterentwickelt wird. Das Zentrum ist die phänomenologisch systemische Lösungsarbeit, gleichsam die Nabe des Rades, die Speichen werden von passenden Elementen anderer Therapieformen beigesteuert, so dass der heilende Vollzug, das Rad, sich solide, rund und effektiv bewegt.

H.S.©

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auf 19. - 21.01.2018





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